Zahnstein wirkt wie eine Isolation der Zähne gegenüber Wärme und Kälte. Nach seiner Entfernung kann es deshalb sein, dass die Zähne zunächst etwas überempfindlich sind, da sich die Zähne erst wieder an den «neuen» Zustand gewöhnen müssen.

Zusätzlich reizt die Vibration, die beim Entfernen auf den Zahn übertragen wird die Nerven und das Zahnfleisch. Eine Entfernung mit Ultraschall wird zudem von einigen Patienten als unangenehm bis schmerzhaft empfunden. Dem kann man allerdings abhelfen, indem man die betroffenen Bereiche lokal betäubt.

Einige Patienten stellen auf einmal fest, dass ihre Zähne  – insbesondere die unteren Frontzähne – lockerer sind. Sie führen dies auf die Zahnsteinentfernung zurück. Ursache dafür ist allerdings die Parodontitis, die der Patient bis anhin nicht bemerkt hat, da die verhärtete Plaque die Zähne bis dahin zusammengehalten hatte. Ist die Parodontitis nur leicht fortgeschritten, festigen sich die Zähne nach relativ kurzer Zeit wieder. Ist dies nicht der Fall, muss man unter Umständen die Parodontitis behandeln oder die Zähne schienen lassen.

Zahnstein bei Implantaten und Prothesen

Zahnstein bildet sich auch auf Zahnersatz, da auch Prothesen eine raue Oberfläche haben und somit einen idealen Nährboden für Bakterien und Keime darstellen. Wer eine Teilprothese trägt, sollte deshalb besonders darauf achten die verbliebenen gesunden Zähne regelmässig zu reinigen. Ausserdem kann auch bereits wenig Zahnstein dazu führen, dass die Prothese zu wackeln beginnt. Zudem wird das Zahnfleisch gedrückt, was zu Schmerzen führen kann.

Massiver Zahnstein-Befall

Massiver Zahnstein-Befall. Mundhygiene unbekannt.

Bei Implantaten kann es sein, dass der Zahnstein Entzündungen des Weichgewebes verursacht, welches das Implantat umschliesst. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer sogenannten „Periimplantitis“ (einer Entzündung des Implantatbetts) führen und schliesslich sogar zum Verlust des Implantates.

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